Fördermöglichkeiten

Die Integration von Geflüchteten ist ein Prozess, der durch verschiedene Förderinstrumente unterstützt werden kann. Die Betriebliche Begleitagentur bea-Brandenburg berät zu den bestehenden Fördermöglichkeiten.

Eingliederungszuschuss (EGZ)

Mit einem Eingliederungszuschuss (EGZ) unterstützt die Agentur für Arbeit Unternehmen bei der Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und -nehmern mit Vermittlungshemmnissen. Dies ist bei Geflüchteten aufgrund von unzureichenden Sprachkenntnissen oder fehlenden Qualifikationen häufig der Fall.

Für maximal 12 Monate kann ein nicht zurückzuzahlender Zuschuss bis maximal 50 % des sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts gezahlt werden. Über die Höhe und die Dauer des Zuschusses entscheidet die zuständige Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter. Dort ist der Eingliederungszuschuss vor Beschäftigungsbeginn zu beantragen.

Weitere Informationen bei Bundesagentur für Arbeit.

Qualifizierung von bereits beschäftigten Geflüchteten 

Mit dem Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU) unterstützt die Agentur für Arbeit die Weiterbildung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), denen es an berufsspezifischen Qualifikationen fehlt.

Dies ist bei Geflüchteten, die entweder nicht über die nötigen Qualifikationen verfügen oder deren Qualifikationen und Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden können, häufig der Fall. Voraussetzung für die Förderung ist ein bereits bestehendes sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.

Die Kosten für Weiterbildungen von Geringqualifizierten können unter bestimmten Gegebenheiten durch eine Qualifizierungsförderung bis zu 100 % gefördert werden. Weitere Weiterbildungskosten (z.B. Fahrtkosten) können ebenfalls bezuschusst werden. Die durch die Weiterbildung bedingten Fehlzeiten können dabei durch einen Arbeitsentgeltzuschuss ebenfalls bis zu 100 % gefördert werden. Die Förderhöhe für die Dauer der Weiterbildung richtet sich individuell nach dem Qualifizierungsbedarf  und dem Arbeitsausfall. 

Weitere Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie bei der Bundesagentur für Arbeit und im Flyer von WeGebAU.

Fördermöglichkeiten während der Ausbildung

Geflüchteten, die sich in einer betrieblichen Ausbildung befinden, stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zu. Ob im konkreten Fall eine Förderfähigkeit besteht, hängt vom Aufenthaltsstatus und dem Herkunftsland der/des Auszubildenden ab. Es bestehen folgende Fördermöglichkeiten: 

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) tragen zur Erfolgssicherung einer Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung (EQ) bei. In einem Umfang von 3-8 Stunden pro Woche kann die/der Auszubildende ausbildungsbegleitend mit individuell zugeschnittenen Unterrichtseinheiten seine Sprach-, Bildungs- oder Fachkompetenzen erhöhen. Dabei kann gegebenenfalls eine sozialpädagogische Unterstützung vereinbart werden, die etwa bei Problemen im sozialen Umfeld unterstützt.

Zum Flyer der Bundesagentur für Arbeit

Geflüchtete, die über keine in Deutschland anerkannte Ausbildung verfügen und nicht bei den Eltern wohnen, können mit der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Bundesagentur für Arbeit einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten erhalten. Die Höhe richtet sich nach der Ausbildungsvergütung, den Fahrtkosten und den monatlichen Mietkosten der/des Auszubildenden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie unter diesem Link bei der Agentur für Arbeit.

Den Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe und die Höhe der Unterstützung können Sie mit dem BAB-Rechner prüfen.

Bei einer Assistierten Ausbildung (AsA) steht der/dem Auszubildenden eine Begleitung zur Seite, welche bei der Vorbereitung und der Durchführung einer Ausbildung intensiv behilflich ist. Grundlage der Zusammenarbeit bildet ein Kooperationsvertrag zwischen dem Betrieb und einem zugelassenen Träger.

Alle Fördermöglichkeiten während der Ausbildung sind unter diesem Link bei der Agentur für Arbeit zu beantragen.

weitere Links zu Assistierter Ausbildung und Berufsausbildungsbeihilfe