Anerkennung

Anerkennung allgemein

Die Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen ist ein wichtiger Prozess, damit Inhaber/innen einer ausländischen Berufsqualifikation einer Tätigkeit in Deutschland nachgehen können. Die Anerkennung kann auf verschiedenen Wegen stattfinden. In dem Fall, dass alle Unterlagen zur Nachvollziehbarkeit der jeweiligen Qualifikationen vorliegen, wird die Gleichwertigkeitsprüfung vollzogen. Hierfür müssen alle Unterlagen übersetzt und beglaubigt werden. Ist die Gleichwertigkeitsprüfung erfolgreich, d.h. der ausländische Abschluss wird mit einem vergleichbaren deutschen Abschluss nach einer Prüfung als gleichwertig betrachtet, wird eine Berufszulassung erteilt. Das Verfahren ist kostenpflichtig und dauert nicht länger als 3 Monate (Quelle: BAMF - Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse).

Mit dem Anerkennungsfinder können Sie die zuständige Stelle für die Gleichwertigkeitsprüfung des jeweiligen deutschen Referenzberufs in dem von Ihnen gewünschten Ort finden.
Oftmals können geflüchtete Menschen aufgrund der Instabilität Ihres Herkunftslandes nicht alle erforderlichen Unterlagen erbringen, daher wurde die Qualifikationsanalyse entwickelt, welche mittlerweile von den meisten Kammern (IHK und HWK) durchgeführt wird. Die jeweiligen Qualifikationen werden in mehrtägigen oder sogar mehrwöchigen Praxisarbeiten und Fachgesprächen ermittelt und anhand von den Kammern gesetzten Kriterien zertifiziert.
Weitere Informationen zur Qualifikationsanalyse über den Link.

Bei keiner vollständigen Anerkennung der Berufsqualifikation können Anpassungsqualifizierungen gemacht werden. Dazu finden Sie in Ihrer Nähe verantwortliche Stellen vom IQ Netzwerk.

Weiterhin gibt es eine Unterscheidung in reglementierte und unreglementierte Berufe. Unreglementierte Berufe, wie Angestellte im Einzelhandel oder Informatiker, können auch ohne eine Bewertung ihrer Qualifikation auf dem deutschen Arbeitsmarkt arbeiten. Jedoch ist für Arbeitgeber/innen zumeist auch hier eine Feststellung der Qualifikation von Vorteil. Reglementierte Berufe, wie Ärzte sowie Meister im zulassungspflichtigen Handwerk, verlangen dahingegen eine Anerkennung ihrer Berufsqualifikation (Quelle: BAMF).

Weitere Informationen zu den jeweiligen Berufsgruppen und ihrer Einordnung finden Sie unter www.anerkennung-in-deutschland.de.  

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)  hat für Fragen rund um die Anerkennung diese Hotline eingerichtet: +49 (0)30 1815 - 1111.

 

 

Anerkennung in Brandenburg

Anerkennung von Berufen und Qualifikationen

Die Anerkennung der meisten Berufe ist bundesweit über das Anerkennungsgesetz (auch: Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz) aus dem Jahre 2012 geregelt.

Folgende Berufe sind in Brandenburg ausgenommen:

  • Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger,
  • Heilpädagoginnen und Heilpädagogen,
  • Sozialarbeiterinnen/Sozialpädagoginnen, Sozialarbeiter/Sozialpädagogen sowie für
  • Altenpflegerinnen und -pfleger.

Für diese Berufe existiert das Brandenburgische Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz.

Die Anerkennung von Berufsqualifikationen wird von den zuständigen Kammern durchgeführt. Eine Beratung in Brandenburg erfolgt durch die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung Netzwerk IQ "Integration durch Qualifizierung" Brandenburg. Eine Auflistung der Beratungsstellen in Brandenburg finden sich hier.

Anerkennung von schulischen Abschlüssen

Bei der Anerkennung von schulischen Abschlüssen, die für manche Ausbildungsberufe nötig sind (Stichwort: reglementierte Berufe), ist in Brandenburg das Staatliche Schulamt Cottbus zuständig. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner werden auf der Seite des Schulamtes genannt.

Anerkennung von Hochschulabschlüssen

Die Anerkennung von Hochschulabschlüssen wird bundesweit durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) von der Kulturministerkonferenz umgesetzt. Im Infoportal anabin kann man sich diesbezüglich informieren.

 

 

Video zur beruflichen Anerkennung

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